• Trauring-Materialien

Trauring-Materialien

Woraus bestehen Trauringe?

Heutzutage ist so ziemlich alles möglich, was gefällt. Mussten Trauringe im letzten Jahrhundert noch fast zwanghaft aus Gelbgold gefertigt sein, so steht den Heiratswilligen heute eine große Auswahl an Materialien für Trauringe zur Verfügung.

 

Gold

Trauringe aus Gold sind der Klassiker schlechthin und nach Jahren der Zurückhaltung wieder sehr gefragt bei jungen Paaren. Dabei wird häufig vergessen, dass auch Gold zu den seltenen Edelmetallen zählt.

Der Markt bietet durch eine Vielzahl an Legierungen eine enorme materielle wie farbliche Vielfalt. Eine der beliebtesten ist das zeitlos-schöne Weißgold, das mit seinem weißen Schimmer an Platin und Palladium erinnert. Hier wird vor allem Silber, aber auch Palladium beigemischt; erst dadurch erhält das ansonsten sehr weiche Gold die notwendige Härte. Obgleich mit guter Robustheit ausgestattet, ist Weißgold allerdings weniger hart und nicht ganz so langlebig wie Platin oder Palladium.
Das gilt in noch stärkerem Maße für Gelbgold, das zu gleichem Anteil neben Feingold auch Silber oder Kupfer enthält, sodass die natürliche Goldfarbe erhalten bleibt. Ein höherer Kupferanteil führt zum sogenannten Rotgold oder auch Roségold – allerdings auch zu verminderter Widerstandsfähigkeit des Materials. Auch Apricot-Töne sind in letzter Zeit sehr beliebt bei Trauringen. Diese dezente Farbigkeit überzeugt auch Männer, die Rosétöne sonst eher mit Weiblichkeit assoziieren. Apricot jedoch überzeugt mit dezenter Noblesse.

Der Preis: eine Legierung, die nur zu 33% aus Gold und ansonsten nur aus Silber und Kupfer besteht, ist natürlich wesentlich kostengünstiger als eine Goldlegierung mit 75 % Goldanteil. Die üblichen Feingehalte für Goldlegierungen in Deutschland sind 750, 585 und 333. Bei Trauringen findet man auch 900. Diese Zahl gibt an, wie viele Anteile von 1000 Teilen der fertigen Schmuck-Legierung auf das Edelmetall entfallen. Je kleiner also die eingestempelte Zahl im Ring ist, um so günstiger wird er auch.
Bedenken Sie, dass bei allen Kosten, die mit einer Trauung verbunden sind, Sie die Ringe auch noch nach über 30 Jahren oder länger tragen werden. Dieser Kauf ist also auch eine Investition in die gemeinsame Zukunft. Wählen Sie daher lieber eine hochwertigere, langlebigere Legierung.

 

Platin

Ein hochwertigeres Material für einen Trauring kann es kaum geben. Als das edelste und eines der seltensten Edelmetalle weist Platin einen ausgesprochen hohen Reinheitsgrad von bis zu 95 Prozent auf. Aufgrund des geringen Anteils zugesetzter Materialien ist es auch für Allergiker gut geeignet. Das silbrig-weiß schimmernde Platin besticht durch überragende Widerstandsfähigkeit. Es dunkelt im Vergleich zu anderen Materialien wie etwa Gold oder Silber mit den Jahren nicht nach und läuft auch nicht an. Seine besondere Härte bietet zudem maximale Abriebfestigkeit und somit Schutz vor Verfärbungen auf der Haut sowie besten Halt auch für teure Edelsteine.
Die Gewinnung von Platin ist extrem mühsam: Beinahe eine halbe Tonne Gestein wird aus mehr als tausend Meter Tiefe geschlagen, gesprengt und geschürft, gemahlen und gewaschen – für die winzige Menge von nur einem Gramm Platin.

All diese Eigenschaften spiegeln sich im Preis wider: Platin-Ringe sind mit Abstand die teuersten. Eine preiswertere Alternative, die dennoch viele der guten Eigenschaften erhält, ist die Platin-600-Legierung, in der neben 60 Prozent Platin auch Palladium und andere Materialien verarbeitet sind.

 

Palladium

Palladium gehört zur Gruppe der Platin-Metalle und wird aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen. Als Material für Trauringe ist das Edelmetall erst seit wenigen Jahren auf dem Vormarsch. Es ähnelt dem hochwertigen Platin in vielen Punkten, ohne jedoch dessen Perfektion zu erreichen.

So gilt auch Palladium mit einem Reinheitsgrad von 95 Prozent als ausgesprochen kratzfest und widerstandsfähig und ist dahingehend etwa vergleichbar mit 600er-Platin. Anders als Weißgold behält auch Palladium dauerhaft seine silbrig-weiße Farbe und läuft nicht an. Für viele Brautpaare mit kleinerem Budget bietet Palladium aufgrund seines vergleichsweise niedrigen Preises und seiner Vorzüge eine reizvolle Alternative. Seit Kurzem bieten einige Juweliere zudem eine noch etwas preiswertere 500er-Legierung an, die farblich etwas ins Graue geht.

 

Edelstahl

Diese Metalllegierung ist sehr robust und widerstandsfähig, deswegen muss Edelstahl sich nicht verstecken vor den klassischen Edelmetallen. Er lässt sich sehr gut mit diesen verbinden und bekommt so einen ganz eigenen Reiz. Bei einer hochwertigen Verarbeitung bekommt Edelstahl fast eine Anmutung von Silber oder Weißgold. Trauringe aus Edelstahl sind sehr robust, laufen im Gegensatz zu Silber nicht an. Jedoch sind sie oft nicht nickelfrei und somit für Allegiker nur bedingt geeignet.

 

Titan

Titan erinnert ebenfalls an Edelstahl, nur dass sich hier die Oberfläche etwas matter präsentiert. Generell ist das Material etwas dunkler. Titanringe bestechen mit ihrer Leichtigkeit, sind dabei jedoch außergewöhnlich robust und bruchfest. Für Allergiker sind Titanringe sehr gut geeignet, denn Titan hat keine Bestandteile von Nickel. Durch die hohe Festigkeit des Materials ist eine nachträgliche Änderung des Ringes jedoch ausgesprochen schwierig.
Trauringe aus Titan sowie Edelstahl werden auch auf Grund günstigen Preises immer beliebter.

 

Carbon

Trauringe aus Carbon zeugen von Moderne und Trendbewusstsein. Einfach mal etwas wagen! Der matt-dunkle, fast schwarze Stoff, der normalerweise im High-Tech-Bereich zu Hause ist, hat mittlerweile auch den Hochzeitsmarkt erobert und steht im maximalen Kontrast zu den gängigen Edelmetallen. Nicht nur junge Paare interessieren sich für Trauringe aus Carbon. Dieser künstlich hergestellte Werkstoff aus festen Kohlenstofffasern begeistert Viele. Schwarze Trauringe gab es in dieser Art vorher noch nicht. Der dunkle Untergrund setzt Brillanten besonders strahlend in Szene. Kombiniert mit Gold, Platin oder Palladium oder mit markanter Gravur versehen, werden Carbonringe zum wahrhaftigen Eye-Catcher. Weitere Attribute, die für Carbon sprechen, sind seine extreme Leichtigkeit und Kratzfestigkeit. Hochzeitsringe aus Carbon haben daher eine sehr lange Lebensdauer.

 

Keramik

Bei Keramik denkt man zuerst an Geschirr oder Fliesen. Aber auch für Trauringe wird Keramik seit einiger Zeit als Werkstoff benutzt. Allerdings hat Schmuckkeramik wenig mit dem Material gemeinsam, welches für Teller oder Fliesen benutzt wird. Keramik für Schmuck wird speziell bearbeitet und unterschiedlich gestaltet. Keramik nutzt man entweder als Oberflächenüberzug oder als Ausgangsmaterial für den gesamten Ehering. Es ist ein sehr robustes Material und damit wunderbar für langlebige Trauringe geeignet.
Ob unschuldiges weiß oder kontrastreiches schwarz, oder eine Kombination aus beidem – Trauringe aus Keramik sind etwas Besonderes.

 

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